Leistungen und Regelungen des Alterszentrums Alban-Breite Basel

 

Gestützt auf Art. 11 des Heimvertrages anerkennt die Bewohnerin/der Bewohner oder ihre gesetzliche Vertretung die nachfolgenden Bestimmungen:

I. Heimleistungen

Wohnen

1.Alle Gemeinschaftseinrichtungen stehen zur Nutzung bereit.

2.Die Zimmerzuteilung bzw. ein allfälliger späterer Zimmerwechsel erfolgen nach pflegerischen, medizinischen, sozialen und betrieblichen Gesichts-punkten durch die Heimleitung. Wünsche der Bewohnerin/des Bewohners werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Bei einem bewohnerseitig gewünschten Zimmerwechsel werden die Kosten in Rechnung gestellt.

3. Beim Eintritt ins AZAB werden der Bewohnerin/dem Bewohner in der
Regel Schlüssel übergeben. Diese werden separat quittiert. Bei Verlust
eines Schlüssels werden die Schlüssel respektive das Schloss auf Kosten der Bewohnerin/des Bewohners ersetzt.

4.Die Möblierung erfolgt nach Absprache mit der Heimleitung. Die Bewohnerin/der Bewohner kann nur in Absprache mit der Heimleitung Erneuerungen und Änderungen am Wohnobjekt vornehmen, ohne Anspruch auf einen allfälligen Mehrwert. Die Bewohnerin/der Bewohner geht mit dem Wohnobjekt sorgfältig um.

5. Das Heim stellt im Wohnobjekt Anschlussmöglichkeiten für Telefon, Radio und Fernsehen zur Verfügung.

6.Allfällige durch die Bewohnerin/den Bewohner verursachte Schäden am Wohnobjekt werden durch das Heim in Rechnung gestellt.

7.Die Schlüssel sind beiBeendigung des Heimvertrags der Verwaltung abzugeben. Die Schlussreinigung wird gemäss „Preisliste Nebenleistungen“ verrechnet.

8.Das Halten von Tieren ist in einem separaten Heimtierhaltungsvertrag geregelt.

9.Die Dienstleistungen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sind mit den Pflegetaxen finanziell abgegolten. Es ist den Mitarbeitenden des AZAB daher nicht erlaubt, Trinkgelder, grössere Geschenke und andere Vorteile für sich persönlich anzunehmen; der Umfang und die Qualität unserer Leistungen hängen keinesfalls von Zuwendungen ab. Sofern Sie gleichwohl dem Heimpersonal etwas zukommen lassen wollen, bitten wir Sie, sich mit der Heimleitung in Verbindung zu setzen.

 

Pflege und Betreuung

10.Das Heim gewährleistet fachgerechte Pflege und Betreuung. Das Heim
berücksichtigt soweit wie möglich die individuellen Bedürfnissen der Bewohnerinnen/Bewohner sowie die Wünsche der angehörigen.

11.Die Pflegeleistungen werden nach den Kriterien der Wirksamkeit, Zweck­mässigkeit und Wirtschaftlichkeit erbracht (Art. 32 KVG).

 

Alltagsgestaltung

12.Das Heim bietet Aktivierung und Freizeitgestaltung an, die den Bedürf­nis­sen der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen. Dadurch sollen ihre Ressourcen erhalten und gefördert werden.  

13.Das Heim organisiert kulturelle und gesellschaftliche Anlässe, die allen
Bewohnerinnen/Bewohnern offen stehen.

Verpflegung

14.In der Tagestaxe inbegriffen sind drei Mahlzeiten inkl. ärztlich verordnete Sonder- oder Diätkost. Zu den Mahlzeiten werden Tee, Kaffee oder Mine­ralwasser offeriert. Tee und Mineralwasser stehen auch zwischen den Mahlzeiten zur Verfügung. 

Wäsche

15.Bett- und Toilettenwäsche werden vom Heim zur Verfügung gestellt.

16.Das Waschen der persönlichen Wäsche übernimmt das Heim (ausser chemische Reinigung). Persönliche Wäsche und Kleider sind mit Etiketten zu versehen. Die Etiketten werden vom Heim bestellt und der Bewohnerin/dem Bewohner in Rechnung gestellt

Hilfsmittel

17.Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren, Essenshilfen, Airsoftmatratzen sind in der Tagestaxe inbegriffen, soweit keine individuellen Spezialanfertigungen erforderlich sind.

 

Übrige Leistungen

18.Wasser, Heizung, Energie, Kehrichtabfuhr
- krankheits-/behinderungsbedingter Zimmerservice
- Reinigung und Unterhalt des Zimmers
- ständige Notrufbereitschaft
- kleine Hilfeleistungen und Betreuungen (ohne Beglei­tungen und
  Botengänge)
- Rasur und Manicure durch Pflegepersonal
- Hilfe bei akuten, persönlichen Problemen
- Medikamentenverwaltung.

 

 

II.     Ärztliche Betreuung

 

19.Die ärztliche Betreuung im Heim erfolgt durch eine/n von der Bewohnerin oder dem Bewohner gewählte/n Ärztin/Arzt. Die Bewohnerin, der Bewohner hat freie Arztwahl unter denjenigen Ärztinnen/Ärzten, die sich an der Qualitätssicherung des Heimes beteiligen und der entsprechenden Zusammen-arbeitsvereinbarung mit dem Heim beigetreten sind oder beitreten. Die Kosten für Arztbesuche, Medikamente und verordnete Therapien gehen zu Lasten der Bewohnerin/des Bewohners bzw. der Krankenkasse.

Soweit es der Gesundheitszustand erlaubt, besuchen die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Heime ihre Ärztinnen und Ärzte in deren Praxis. Ist dies nicht mehr möglich, so kommen die Hausärztinnen und Hausärzte zu Ihnen. Bei Notfällen wird der Notfalldienst gerufen.

 

III.    Versicherungen

 

20.Der Abschluss einer Kranken- und Unfallversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Prämien gehen zulasten der Bewohnerin/des Bewohners. (KVG Art. 3)

Entsprechend dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) bezahlen die Krankenkassen Beiträge an den Aufenthalt in einem Pflegeheim.  Die entsprechenden Beiträge der Krankenkassen werden von uns direkt eingefordert und der Bewohnerin/dem Bewohner monatlich auf Ihrer Rechnung gutgeschrieben.

21.Die Bewohnerin/der Bewohner ist für die Sicherheit ihrer/seiner mitgebrachten Gegenstände selber verantwortlich. Sie/er ist durch die vom Heim Abgeschlossene Kollektivversicherung gegen Privathaftplicht – und Einbruchsdiebstahl versichert.

Für den Verlust von Geld und anderen Wertsachen haftet das Heim nicht. Wir empfehlen, Geld und Wertsachen im Tresor der Verwaltung unentgeltlich zu deponieren (Bezüge zu den Öffnungszeiten des Sekretariats).

 

IV.  Erwachsenenschutzrecht

22.   Das Heim verpflichtet sich

a.die Bewegungsfreiheit der/des urteilsunfähigen Bewohnerin/Bewohners nur einzuschränken, wenn weniger einschneidende Massnahmen nicht ausreichen oder von vornherein als ungenügend erscheinen und diese Massnahmen dazu dienen, eine ernsthafte Gefahr für das Leben oder die körperliche Integrität der Bewohnerin/des Bewohners oder Dritter abzuwenden oder eine schwerwiegende Störung des Gemeinschaftslebens des Heims zu beseitigen.

Vor der Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird der Bewohnerin/dem Bewohner sowie der massgeblichen Vertretungsperson die Massnahme erklärt und protokolliert. Im Protokoll werden auch Zweck, Art und Dauer der eingeschränkten Bewegungsfreiheit aufgeführt. Die Bewohnerin/der Bewohner, die Person, die die Bewohnerin/den Bewohner vertritt, oder eine nahestehende Person kann jederzeit gegen diese Massnahme schriftlich bei der Erwachsenenschutzbehörde ohne Wahrung einer Frist Beschwerde einreichen.

b.Das Heim verpflichtet sich, die Persönlichkeit der urteilsunfähigen Person zu schützen und fördert so weit als möglich auch Kontakt ausserhalb des Heims.

c.     c.Das Heim ist verpflichtet, bei fehlender Betreuung die Erwachsenenschutz-
        behörde zu benachrichtigen.

d.Die Bewohnerin/der Bewohner ist berechtigt, nicht aber verpflichtet, dem Heim mitzuteilen, dass ein Vorsorgeauftrag oder eine Patientenverfügung errichtet wurde. Im eigenen Interesse wird dies der Bewohnerin/dem Bewohner jedoch empfohlen. Sollte ein Vorsorgeauftrag oder eine Patientenverfügung noch nicht bestehen, empfiehlt das Heim, eine solche zu erstellen und dem Heim mitzuteilen.

 

V.     Datenschutz

23.Mit der Unterschrift gibt die Bewohnerin/der Bewohner das Einverständnis, dass die persönlichen Daten über den Gesundheitszustand im Rahmen der Bedarfsabklärung erhoben und elektronisch aufbewahrt werden. Die Bewohnerin/der Bewohner nimmt zur Kenntnis, dass das Heim sicherstellt, dass persönliche Daten gemäss Datenschutzgesetz verwaltet werden.
Weiter erlaubt die Bewohnerin mit diesem Heimvertrag ausdrücklich die Weitergabe von allen für die Betreuung und Pflege im Heim relevanten Angaben zum Gesundheitszustand durch den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin an das Pflegeteam des Heims. Bei Spitalaufenthalt oder Heimübertritt können die medizinisch relevanten Daten ausgetauschtwerden.

24.Durch die Unterschrift nimmt die Bewohnerin/der Bewohner Kenntnis davon und erteilt gleichzeitig ihr/sein Einverständnis dafür, dass das Heim der Paritätischen Abklärungs- und Kontrollkommission oder in Einzelfällen und auf ein entsprechendes Begehren des Versicherers hin verpflichtet ist,
diesen Akteneinsicht zu gewähren. Die Akteneinsicht dient zur Überprüfung der Rechnungsstellung, des Controllings und/oder der Feststellung des Leistungsanspruchs.

 

VI.    Sterbebegleitung

25.  Den Bewohnerinnen und -bewohnern wird empfohlen, beim Eintritt ins AZAB

       für Fragen der Sterbehilfe und -begleitung eine schriftliche Patientenverfü-

       gung zu erlassen. Wir bieten dafür unentgeltliche  Beratung durch eine Fach-

       person. 

26. Jede direkte aktive Sterbehilfe ist gemäss Strafgesetzbuch verboten. Es ist dem

      Personal des AZAB zudem untersagt, als Täter, Anstifter oder Gehilfe Beihilfe

      zum Suizid zu leisten.

27. Institutionalisierte Organisationen, die gesetzlich zulässige Sterbehilfe leisten,

      haben im Rahmen des Selbstbestimmungsrechtes der Bewohnerinnen und

      Bewohner nach Voranmeldung bei der Heimleitung Zutritt zum Heim. Die Heim

      leitung gestattet den Zutritt nur, wenn eine unbeeinflusste und wiederholte

      Willensäusserung der voll urteilsfähigen Person bezüglich ihres Sterbewunsches

      vorliegt und wenn ein unabhängiges ärztliches Gutachten die nach menschli-

      chem Ermessen unheilbare und unerträgliche Beeinträchtigung der Lebens-

      funktionen bestätigt.

 

VII. Seelsorge

28.  Im AZAB besteht eine seelsorgerische Betreuung. Die Zeiten der Andachten und

       Gottesdienste werden publiziert

VIII. Ableben

29.  Beim Ableben im Heim gilt folgendes:

       Sie oder Ihr gesetzlicher Vertreter bestimmen ein Beerdigungsinstitut. Ihre   

       Wahl geben Sie der Heimleitung bekannt.

       Die Angehörigen oder die gesetzlichen Vertreter erledigen die notwendigen

       Formalitäten bei den Behörden. Sie können das Beerdigungsinstitut ermächti

       gen, dies für sie zu tun.

 

IX. Apotheke

30. Das AZAB bestimmt eine verantwortliche Apotheke und entscheidet über den

      Bezugsort sämtlicher Medikamente, die vom Heim verwaltet werden.

 

X. Finanzielles

31. Für die Finanzierung des Heimaufenthaltes ist die Bewohnerin/der Bewohner

      selbst verantwortlich. Für Finanzierungshilfen wenden sie sich bitte an das Amt

      für Sozialbeiträge, Grenzacherstr. 62, 4058 Basel.

 

32. Eine mögliche Finanzierungshilfe stellt die Hilflosenentschädigung dar, sie dient

      zur Mitfinanzierung der Heimtaxe. Die Heime sind verpflichtet, anspruchsbe-

      rechtigte Bewohnerinnen und Bewohner für den Bezug einer Hilflosenentschä-

      digung anzumelden, sofern nicht bereits eine solche bezogen wird. Eine beste-

      hende Hilflosenentschädigung ist beim Eintritt ins Heim bekanntzugeben.

 

33. Anschaffungen für den persönlichen Gebrauch sind grundsätzlich Sache der

      Bewohnerin/des Bewohners. Beim Bezug von Ergänzungsleistungen hat sie/er

      ein Anrecht auf einen Beitrag für persönliche Auslagen (siehe Anhang 4). Dieser

      Beitrag dient primär zur Finanzierung der Nebenleistungen (z.B. Coiffeuse und

      Podologin), die durch die Pensions- und Pflegetaxen nicht gedeckt sind. 

      Sofern die Bewohnerin/der Bewohner nicht in der Lage ist, diesen Betrag zu

      verwalten, kann dies vom Heim unentgeltlich übernommen werden.

 

 

Vom Stiftungsrat genehmigt 

 

 

Anhang  Zum Heimreglement

 
1. Depotgelder
2. Tageskosten
3. Preise für Extraleistungen
4. Beiträge Ergänzungsleistungen
 
1. Berechnung der Depotgelder nach Art. 3.1
Beim Eintritt ins AZAB wird ein Depotgeld fällig, das etwa den Kosten eines Monats entspricht. Dieses Depot wird auf das Konto des AZAB überwiesen und entsprechend dem Mietzinskonto der Raiffeisenbank Basel verzinst.
Das Depotgeld berechnet sich nach der unten aufgeführten Liste „Tageskosten“.
 
2. Tageskosten nach Art. 3.2 (Stand 2014)
 
 
Pflege-stufe Tageskosten abzüglich Beiträge der Krankenkasse durchschnittliche Kosten pro Monat ca. Depotgeld
 

Pflege-

stufe

Tageskosten

abzüglich
Beiträge der
Krankenkasse

durchschnittliche Kosten pro Monat ca.

Depotgeld

1

CHF   176.--

CHF       9.—

CHF 5010.--

CHF 5’000.--

2

CHF   193.70

CHF     18.—

CHF 5271.--

CHF 5’000.--

3

CHF   211.60

CHF     27.—

CHF 5538.--

CHF 5’500.--

4

CHF   229.30

CHF     36.--

CHF 5799.--

CHF 5’500.--

5

CHF   247.10

CHF     45.--

CHF 6063.--

CHF 6’000.--

6

CHF   264.90

CHF     54.--

CHF 6327.--

CHF 6’000.--

7

CHF   282.80

CHF     63.--

CHF 6594.--

CHF 6’500.--

8

CHF   300.60

CHF     72.--

CHF 6858.--

CHF 6’500.--

9

CHF   318.40

CHF     81.--

CHF 7122.--

CHF 7’000.--

10

CHF   336.10

CHF     90.--

CHF 7383.--

CHF 7’000.--

11

CHF   354.--

CHF     99.--

CHF 7650.--

CHF 7’500.--

12

CHF   371.80

CHF     108.--

CHF 7914.--

CHF 7’500.--

 
Zuschlag für die Pflegewohngruppe (PWG)  pro Tag  Fr. 10.—
 
Auf ein Depotgeld wird verzichtet, wenn Sie das Amt für Sozialbeiträge des Kantons ermächtigen, die AHV-, Ergänzungsleistungen und Kantonale Beihilfen direkt auf das persönliche Konto beim AZAB zu überweisen.
 
Das Formular für diese Vollmacht liegt dem Reglement bei.
 
4. Aktueller Beitrag für persönliche Auslagen bei den Ergänzungsleistungen nach Art. 3.8
Beim Bezug von Ergänzungsleistungen hat der Heimbewohner ein anrecht Anrecht auf einen Betrag für persönliche Auslagen (z.B. Coiffeuse, Podologin) in der Höhe von 
CHF 385.— im Monat.